2. ter Teil Patagonien unsere Reise ans Ende der Welt!
14. Tag Freitag 18. Februar 2005
Nach dem Frühstück verlassen wir Trelew in südlicher Richtung zuerst auf der Ruta National 3 und biegen später auf die Ruta Provincial 1 ein und fahren nach Punta Tombo.
Seit 1990 ist dies ein 3,5 km2 grosses Naturreservat, in dem von September bis März über 2 Millionen Magellan Pinguine ihren Brutplatz haben. Schon bei der Anfahrt sieht man vereinzelt immer wieder diese putzigen, kleinen Kerlchen, wie sie durch die Gegend watscheln.
Während dieser Tour hat man genügend Zeit sich dieser freundlichen Kerlchen satt zu sehen.
Am Nachmittag zurück Richtung Norden ins Hotel Bahia Nueva in Puerto Madryn. Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Halbinsel Valdes ist die Stadt Puerto Madryn, die man nach einem kurzen Transfer ab dem Flughafen Trelew erreicht.
Am nächsten Morgen verlassen wir Puerto Madryn auf der Ruta National 2 nach Punta Delgada auf der Halbinsel Valdés Diese Halbinsel bildet zusammen mit der Küste nördlich von Puerto Madryn den Golfo Nuevo. Die Halbinsel selbst ist ca. 3625 km2 gross und mit dem Festland nur durch einen 35 km schmalen Landstreifen (Itsmo Argentino) verbunden. Es ist die grösste argentinische Halbinsel und zugleich eines der grössten und interessantesten Tierreservate der Welt. Im Verlaufe des späteren Nachmittag Ankunft im Leuchtturm-Hotel "Faro Punta Delgada" im gleichnamigen Ort.
15. Tag Samstag 19. Februar
direkter Link zum Hotel :


In einer zauberhaft klaren Atmosphäre steht der immer wachsame Turm. An diesem strategischen Punkt gelegen, schützt er die Schiffe vor den Untiefen. Diese bilden eine ausgedehnte Felsenküste von tiefem Grün, die von der Flut bedeckt eine grosse Gefahr für die Seeleute darstellen, die über den unbezwingbaren Südatlantik fahren.
Der Leuchtturm hat ein eigenes Leben und in seinem einsamen Inneren ist der Pioniergeist der Argentinischen Armada präsent, die in diesen Regionen voller Passion und Abenteuer gekreuzt sind. Der Leuchtturm beherrscht die Nächte, sein Lichtstrahl dringt durch den Nebel, teilt seinen Zauber und führt die Schiffe seit 1905 durch die Dunkelheit. Sein Licht schenkt uns einen Ausblick und bietet uns in seinem allmächtigen Kreisen eine Reise zu unendlichen Horizonten. Der Leuchtturm von Punta Delgada entzündete sein Licht zum ersten Mal am 1. Mai 1905.
DAS RESTAURANT. Ein in Oker und Weiss gehaltenes Ambiente mit viel Holz, intim und gemütlich, wo die Bedienung effizient und diskret ist. Der Geschmack und das Aroma der hausgemachten Gerichte betören den Gaumen und verleihen den Speisen einen delikaten Rahmen. Für die Liebhaber guter Weine, gibt es eine Vielfalt weisser und roter Weine, die das Herz erfreuen und die Seele erwärmen. Ausserdem erfreut uns die Küche noch mit anderen Gerichten, einige originell, andere volkstümlich und alle hausgemacht.
Die Spezialität des Hauses ist patagonisches Lammfleisch, gut gegart, mit verschiedenen Beilagen aufgetischt, so dass die Gäste den typisch argentinischen Geschmack erleben.
DAS HOTEL. Ursprünglich war es der Sitz der argentinischen Post und des Casinos der argentinischen Marine. Heute ist es ein exklusives und romantisches Hotel, in dem der Gast alle Bequemlichkeiten im Kontrast mit der kargen und unberührten Natur geniesst.
Das Hotel verfügt über 27 Zimmer, Pub, Restaurant und Boutique, alles gemütlich und geschmackvoll eingerichtet. Vom Aufstehen bis zum Schlafengehen spielt das Hotel eine unbestrittene Rolle, auf einer Reise, bei der alles, absolut alles, mit dem Genuss und der Harmonie der Natur zusammenhängt.
Unsere Meinung zu diesem Hotel:
Das Hotel hält, was es verspricht ! Es ist sehr zentral gelegen und man erreicht die ganze Insel in bequemen Halb - Tagestouren. Die Zimmer sind sehr sauber und gepflegt, hier ein Lob an die Zimmermädchen! Das Essen und die Weine sind hervorragend und für unsere Verhältnisse günstig. Das gesamte Personal ist sehr aufmerksam und zuvorkommend. Wir empfehlen dieses Hotel jedem der einige Tage auf der Valdés Halbinsel verbringen möchte! Leider wird dieses Hotel von keinem Schweizer - Reisebüro angeboten man kann es nur direkt buchen. Eigentlich schade, da es doch so zentral liegt!
16. – 17. Tag Sonntag 20. bis
Montag 21. Februar Peninsula Valdés
Wir haben zwei ganze Tage Zeit um die Flora und Fauna, sowie die atemberaubende Tierwelt dieser Halbinsel auf geführten Ausflügen und Wanderungen kennen zu lernen.
Das Hotel hat ein vielfältiges Angebot damit der Gast seinen Aufenthalt auf der Halbinsel geniesst, Kontakt zur Natur hat und sich mit Patagonien begeistert.
Hier ein Auszug vom Hotel
DIE KÜSTE. Am Strand benetzt das Meer die Atmosphäre und die Geräusche schweben durch die Lüfte. In diesem Szenario stösst die riesige Energie der Gezeiten in einer ständigen Dynamik gegen die Küste und bildet so Steilküsten und Grotten.
Dort ist eine Kolonie See-Elefanten zu finden, wobei die Valdés-Halbinsel der einzige kontinentale Sammelplatz der Welt ist.
SEE-ELEFANTEN. In Begleitung von spezialisierten Fremdenführern, geht es zur Küste um See-Elefanten zu beobachten. Man geht auf angelegte Pfade entlang, die es erlauben, die Tiere aus der Nähe zu beobachten, mit dem Gebot, sie nicht zu stören. Am Strand kann man sich niederlassen, um diese herrlichen Tiere, umgeben vom Gemurmel des Meeres und dem intensiven Grün der Untiefen zu beobachten.
Diese herrliche Tierart, die sich u.a. durch die Größe und den Rüssel der Männchen und den tiefen und süßen Blick der Weibchen und ihrer Junge auszeichnet, verleiht diesem Ort eine einzigartige Anziehungskraft.
Wenn sich der Himmel mit den rötlichen Farben des Sonnenuntergangs färbt, scheinen die See-Elefanten in dem riesigen Meer aufzugehen und der Zuschauer wird seinerseits mit der unveränderlichen Natur eins.
Die Männchen können bis zu 5 Meter messen und 3.500 kg wiegen, während die Weibchen bis zu 3 Meter messen und 900 kg schwer werden. Es ist die grösste Sorte Seehunde. Der Rüssel der Männchen dient dazu, die Wettbewerber im Kampf um die Weibchen einzuschüchtern.
Sie kommen zwei Mal im Jahr an die Küsten der Valdés-Halbinsel. Im Frühling, um die Junge auf die Welt zu bringen und zur Begattung und im Sommer, um sich zu häuten. Sie besitzen ein polygames Vermehrungssystem, wobei die erwachsenen Männchen untereinander konkurrieren und dann die Weibchen unterordnen, um die verschiedenen Harems zu bilden. Die Weibchen bringen jedes Jahr ein Junges zur Welt, nachdem sie es 11 Monate lang getragen haben; sie bleiben bei dem Jungen und säugen es knapp einen Monat lang.
Im späteren Nachmittag machen wir mit Roxana der Managerin vom Hotel eine Jeep - Tour zu einer einsamen Bucht wo wir viele Seelöwen und See-Elefanten beobachten konnten. Da die Bucht nur von der Klippe zu sehen war fühlten sich die Tiere sehr sicher und ungestört !
17. Tag Montag 21. Februar
Nach dem Frühstück machen wir uns
auf den Weg nach Punta Norte.
Kommt man von Punta Delgada, führt die RP 41 zuerst einige Kilometer entlang der Caleta Valdes. Hier sieht man unterwegs schon von einigen Aussichtspunkten Pinguine, zahlreiche Seevögel und Truthahngeier. Auch die trägen See-Elefanten liegen verstreut auf der langestreckten Landzunge. In der Steppe sieht man hier mit ein wenig Glück Guanacos, Nandus und Füchse.
Bevor man Punta Norte erreicht, durchquert man noch das 14.000 ha grosse Gebiet der Estancia Ernestina Eine Schaffarm der Familie Copello, die Merinowolle produziert. Man sieht das Haupthaus von der Strasse aus. Hier öffnet man sich langsam für den Tourismus und es werden auch einfache Unterkünfte angeboten.
Auf dem Gelände der Farm befindet sich ebenfalls eine Pinguinkolonie, die aber nicht leicht zugänglich ist.
Punta Norte ist 87 km von Punta Delgada entfernt Das Reserva Faunística Punta Norte ist vor allem berühmt durch die grosse Kolonie von See-Elefanten und See-Löwen. Angeblich soll hier sogar die einzige kontinentale See-Elefanten Kolonie der Erde beheimatet sein, was angesichts des Anblicks der See-Elefanten bei Punta Delgada zweifelhaft erscheint.
Abhängig von der Jahreszeit und auch von Ebbe und Flut kann man hier in dem vorgelagerten Tidenkanal auch Orcas bei der Jagd auf junge Seelöwen beobachten.
Sonnenuntergang vom Faro Punta Delgada
18. Tag Dienstag 22. Februar Punta Delgada - Trelew - Buenos Aires
Nochmals steht uns fast der ganze Tag zur Verfügung, denn unser Flug nach Buenos Aires geht erst am Abend spät. Wir verlassen unser Hotel nach dem Frühstück und machen einen Halt zum Mittagessen in Puerto Piramide wo wir am Nachmittag noch eine interessante Schiffstour der Küste entlang machen.
Bei Puerto Piramide befindet sich ein wichtiges Reservat für Seelöwen.
Am späteren Nachmittag fahren wir über Puerto Madryn zurück nach Trelew wo wir den Mietwagen zurückgeben und um 19.45 Uhr mit Aerolineas Argentinas Flug AR 1817 Nonstop nach Buenos Aires fliegen!
19. - 22. Tag
Mittwoch 23. - Sonntag 26. Februar

HOTEL
MARRIOTT PLAZA

Dieses 1909 erbaute, charmante Luxushotel liegt zentral am Ende der Calle Florida, der grössten Fussgängerzone der Stadt. Eine ideale Adresse für alle, die Eleganz und Komfort mitten im pulsierenden Buenos Aires suchen.
Das Hotel besitzt eine sehr elegante Lobby, 2 Restaurants, Bar, Swimmingpool, Beauty-Salon, Business- und Fitnesscenter.
Die 325 grossen, komfortablen Zimmer sind sehr geschmackvoll eingerichtet. Sie verfügen über Bad, Dusche, WC, Föhn, Telefon, Radio, TV, Klimaanlage, Minibar und Safe.
BUENOS AIRES
zählt heute 14 Millionen Einwohner und ist eine der grössten Städte der Welt. Im Gegensatz zur modernen Architektur findet man noch alte Traditionen und Stadtgebiete welche noch gut erhalten sind.
Die Prachtstrasse von Buenos Aires ist 33m breit und verbindet die Plaza de Congresso mit der Plaza de Mayo. Leider ist der Verkehr so stark, dass man die mehrstöckigen Gebäude im Stil des französischen Art - Decdo nur am Wochenende in Ruhe bestaunen kann wobei auch da noch viel Verkehr herrscht!
Besonders schön ist das 1858 gegründete „Café Tortoni“ an der Av. de Mayo 825. Heute ist das etwas düstere Lokal Bühne für Tangoshows und Jazzkonzerte. Es ist jedoch beinahe unmöglich einen Sitzplatz zu ergattern! An der Kreuzung Av. Rivadavia und Av. Callao steht das Café „El Molino“, Treffpunkt für Kongressabgeordnete und Journalisten.
Auf der Plaza del Congreso erinnert ein aufwendiges Monument an die Nationalversammlung von 1813, dahinter erhebt sich das Kongressgebäude, Sitz des Senats und Abgeordnetenhaus. Das Parlamentsgebäude im Neo Renaissancestil wirkt wie eine Kopie des Kapitols in Washington. Hier steht auch „Der Denker“ von Auguste Rodin. In unmittelbarer Nähe verdeutlicht ein Monolith, dass wir uns im Zentrum Argentiniens befinden. Hier liegt der Kilometerstein „Null“ aller Fernstrassen
Plaza de Mayo
Seit 1580 ist die Plaza de Mayo das Herz der Stadt. Hier steht auch das alte Rathaus von 1725 mit seiner zweistöckigen Arkadenfassade und einem Mittelturm. Neben einer Sammlung von zeitgenössischen Dokumenten und Waffen sind auch noch antike Möbel in den historischen Räumen erhalten, eine Besichtigung war lkeider aus Zeitgründen nicht möglich!
Gegenüber dem Cabildo steht an der Ostseite des Platzes die „Casa Rosada“, der Amtssitz des Staatspräsidenten. Am 17. Oktober 1951 hält Eva Perón vom Balkon der Casa Rosada ihre letzte grosse öffentliche Rede an die Volksmassen.
An der Ecke zur Strasse San Martin beeindruckt die Kolossale Kathedrale der Stadt. Im 17. Jh. eingeweiht, wurde aber mehrmals umgebaut, die heutige neoklassizistische Fassade ist aus dem Jahre 1821. Im Juni 1955 während der peronistischen Unruhen wurde die Innenausstattung schwer beschädigt.
Unser Hotel Marriot Plaza liegt nur wenige Gehminuten von der bekannten Einkaufsstrasse "Florida" entfernt; wo sich auch die meisten Luxus Hotels befinden.
Am Puerto Madero gehen wir am Abend essen im bekanntesten Steak - Haus von Buenos Aires. Zum Glück haben wir vorreserviert um 21.00 Uhr reichte die Schlange der wartenden Gäste bis auf die Strasse!
Steakhaus mit eigener Rinderzucht vor industriellem Hafen-Ambiente in Puerto Madero direkt am Wasser. Steakfleisch wird bis nach Europa exportiert. Im Stammhaus an der neu gestalteten Hafenmeile gibt es die Steaks in Perfektion: „a punto“ ( medium ) mit knackiger Gemüsebeilage. Chefkoch Belarmino Iglesias zaubert auf 4 m2 Grillfläche die besten Steaks von Buenos Aires.
Recoleta
Recoleta eines der teuersten Viertel von Buenos Aires, erinnert durch seine um die Jahrhundertwende gebauten Villen an Paris.
Die Plaza Recoleta ist einer der schönsten der ganzen Stadt und und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall obschon hier die Cafés sehr teuer sind!
Das andere Wahrzeichen sind das Kloster und die Basílica sowie der FRIEDHOF RECOLETA. Die Vielfalt der imposanten Grabdenkmäler sind eine der grössten Sehenswürdigkeiten von Buenos Aires.
Der Friedhof wurde 1882 gebaut, und beerdigt sind hier alle Personen von Rang und Namen.
Wenn man das Eingangstor passiert hat, kommt man sich vor wie in einer Miniaturstadt und ist von den vielen verschiedenen architektonischen Stilen fasziniert.
Über 70 Grab-Denkmäler eines schöner als das andere sind zu bewundern.
Am morgen besuchen wir noch den Jardin Botanico, der leider ein Reinfall war. Ausser einem verlotterten Treibhaus, hunderten von Katzen und Obdachlosen war hier nicht viel zu sehen.
Dafür lohnte sich der Besuch des Jardin Japones der ca. 1/2 Std. süd-östlich liegt. Der Eintritt kostete nur ein paar Peso, dafür war aber alles sehr gepflegt und sauber!
Gleich nebenan liegt auch noch der Zoo, welcher wir jedoch nicht besuchten.
Puerto Madero
Das neu renovierte Hafenviertel Puerto Madero wurde in den letzten Jahren zum Geheimtipp für Kulinarische Höhenflüge. Es gibt viele originelle Restaurants hier am Hafen die meisten mit einer Panorama-Terrasse mit Blick auf das träge dahin fliessende Wasser der ehemaligen Hafendocks des Rio de la Plata. Die Auswahl an Restaurants ist recht gross, nennenswert sind das „Katrine“, es bietet Pilzgerichte und Räucherlachs, das „Cholila“ bietet Patagonisches Lamm und Forellen aus dem Lago Argentino, zur Happy-Hour an der Austernbar mit Live-Musik lädt das elegante „Dique Cuatro“ ein.
Das Tango Lokal La Ventana inmitten der Altstadt San Telmo gelegen wurde uns von einer Reisebegleitung einer Argentinierin empfohlen, es wäre eines der Besten der Stadt! In unserem Hotel buchten wir es dann an der Rezeption, der Concierge war dann sehr erstaunt dass wir dieses Lokal kennen und es war ihm eine Ehre diese Reservation für uns zu tätigen! Das Dinner mit Tango-Show im gehobenen Ambiente. Preis ca. 43 Euro( Exklusive argentinische Weine zu Super-Preisen )
Dauer der Show ca. 3 Stunden "La Ventana" gehört zu den besten Tango Shows in Buenos Aires !
Buenos Aires ist wie keine andere Stadt auf der Welt, sie bietet jedem etwas und das für uns Europäer zu sehr günstigen Preisen !
Hier ein par Beispiele:
Übernachtung im Luxushotel Plaza Marriot
Doppelzimmer 2 Pers. sFr. 200.-
Übernachtung im Mittelklassehotel
Doppelzimmer 2 Pers. sFr. 40.-
Nachtessen für 4 Pers. im
besten Restaurant der Stadt sFr. 160.-
Grillplatte für 4 Pers. im Tango Viertel sFr. 8.-
Mittagessen für 4 Pers. beim Chinesen
(reichhaltiges Buffet) sFr. 16.-
Besuch einer Tango Show
inklusive Nachtessen sFr. 70.-
Besuch im Teatro Cologn eines der
besten Opernhäuser der Welt ab sFr. 16.-
Viele Einkaufsmöglichkeiten besonders gute Kleidung und Lederwaren zu sehr günstigen Preisen. Ausserdem bekommt man in den Restaurants einen Spitzenwein ab sFr. 10.- serviert !
Besonders günstig sind auch die gelben Taxis
Also das nächste Mal mindestens 10 Tage Buenos Aires und einen leeren Koffer mitnehmen oder besser noch dort kaufen!
Ein Besuch in diesem weltbekannten Opernhaus ist ein Muss für Buenos Aires Besucher! Wir besuchten die erste Vorstellung in diesem Jahr: Tango Sinfonico, es spielte das Philharmonieorchester unter der Leitung von Gerardo Gandini mit Néstor Marconi (Bandoneon) und Julio Peressini (Violin) sowie Astor Piazzolla.
Das bekannteste und bedeutendste (Musik) Theater Argentiniens ist ohne Zweifel das »Teatro Colón«. Das alte 1857 eröffnete Teatro Colón mußte bereits 30 Jahre später, am 13. September 1888, seine Tore wieder schließen. Die Stadt Buenos Aires beschloß jedoch, den Verkaufspreis (950 000 $) zum Bau einer größeren und technisch besser ausgestatteten Oper zu verwenden, und betraute damit Angel Ferrari und die Architekten Tamburini, Meano und Dormal. Das neue, im französischen Renaissance-Stil gehalten »Teatro Colón« wurde nach einer Bauzeit von 18 Jahren im Jahre 1908 fertig gestellt und am 25. Mai 1908 mit einer Aida-Aufführung eingeweiht. Es war damals das größte Opernhaus der Welt. Heute zählt das Teatro Colón neben der New Yorker Metropolitan Opera, der Wiener Oper und der Mailänder Scala zu den bedeutendsten Opernhäusern der Welt.
Das in der Ausstattung der inneren Räumlichkeiten stark an die großen, Mitte des 19. Jhdts. erbauten Opernhäuser in Wien und Paris erinnernde Teatro Colón, bietet 3500 Besuchern auf 6 Rängen Platz und verfügt über gewaltige Dimensionen: das Parkett ist 118 m lang, 93 m hoch und 60 m breit, die Bühnenöffnung beträgt 35,3 m, die Tiefe der Bühne beläuft sich auf 34,5 m und die Drehscheibe hat einen Durchmesser von 20 m. Die Innenausstattung ist - von der Dekoration des Kuppelgewölbes durch Raúl Soldi (1966) bis hin zu einem gigantischen Kronleuchter mit 600 Kerzen - ungemein eindrucksvoll. Das Orchester des Teatro Colón umfasst an die 100 Musiker, ebenso das Philharmonieorchester, das die Ballette und Symphoniekonzerte begleitet Darüber hinaus verfügt das Theater über rund 100 Chorsänger sowie ca. 90 Ballett-Tänzer. Der Spielplan ist imposant, werden doch jährlich im Durchschnitt 15 in der Sprache der Urfassung gesungene Opern, ca. 35 Ballette und über 70 Orchester- oder Solistenkonzerte aufgeführt.
Das Teatro Colón hat in seiner 80jährigen Geschichte große Momente erlebt, die seinen Ruhm als internationales Musik- und Kulturzentrum begründet haben. Dazu zählen die Auftritte so bekannter Dirigenten wie Toscanini (1912, 1940, 1941) oder Strauß, Furtwängler, Böhm, Karajan, aber auch des bekanntesten argentinischen Dirigenten Carlos Kleiber (geb. 1930), der seine Laufbahn 1952 in La Plata begann und von 1966-1973 Generalmusikdirektor und von 1973-1975 Dirigent und Kapellmeister an der Staatsoper in Stuttgart war. 1980 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft und nahm seinen Wohnsitz in Salzburg.
Auch so bekannte Sänger wie Giuseppe Taddei, Enrico Caruso, Maria Callas, Anna Moffo, Birgit Nielson und Ballettänzer wie Nurejew, Fonteyn, Thesmar, Plissetskaja gastierten im Colón.
Neben der Pflege der klassischen Oper, der nach wie vor das Hauptaugenmerk geschenkt wird, haben in den letzten 30 Jahren aber auch neuere Stücke wie Alban Bergs »Wozzek«, Milhauds »Christophe Colombe«, Schönbergs »Moses und Aaron« etc. Eingang in das Repertoire des Teatro Colón gefunden. Das Teatro Colón diente aber auch immer wieder heimischen Talenten als großes Sprungbrett für eine internationale Karriere. So nahmen dort die Karrieren der beiden Pianisten Martha Argerich (geb. 1941) und Bruno Leonardo Gelber (geb. 1941) ihren Ausgang, ebenso wie auch die des bekanntesten argentinischen Komponisten Alberto Ginastera (1916-1983).
Obwohl Buenos Aires aus europäischer Sicht beinahe »antipodisch« liegt, war das immer die Stärke des »Teatro Colón«: da auf der südlichen Hemisphäre die Jahreszeiten verschoben sind, fiel es ihm leicht, in den europäischen Sommerpausen einzelne Künstler oder sogar ganze Ensembles an das Haus zu verpflichten.
San Telmo – das Künstlerviertel
Unweit vom Zentrum gelegen, ist San Telmo nach liebevoller Restaurierung eines der attraktivsten barrios (Stadtviertel) von Buenos Aires. In engen, leicht ansteigenden Straßen mit altem Kopfsteinpflaster locken kleine Passagen, kleine Restaurants und Cafés, Galerien und Theater, Antiquitätenläden sowie am Sonntag ein nobler Flohmarkt. In den 60er Jahren war San Telmo ein heruntergekommenes Viertel, bis der Architekt Pena das Stadtmuseum gründete und auf der Plaza Dorrego einen Antiquitätenmarkt anregte, der bis heute jeden Sonntag stattfindet. Hier findet man noch echte Schätze, wir hätten einen ganzen Koffer damit füllen können, hätten jedoch sicherlich Probleme am Zoll damit bekommen!
23. Tag Sonntag 27. Februar
Buenos Aires – Sao Paulo – Zürich
Nach einem letzten, ausgiebigen Frühstück haben wir noch etwas Zeit für einen letzten Bummel zum Antiquitätenmarkt , gegen Mittag heisst es dann endgültig Abschied nehmen von diesem wunderschönen Land.
Transfer mit einem Taxi zum Internationalen Flughafen „Ministro Pistarini“, 38 km vom Zentrum der Stadt entfernt. Aufgabe des Gepäcks direkt nach Zürich.
14.45 Uhr Abflug mit Airbus A320 der TAM Flug RG 8004 Non-Stop nach Sao Paulo.
Flugzeit Buenos Aires – Sao Paulo 2 Stunden 45 Minuten. 17.35 Uhr Landung auf dem Internationalen Flughafen „Guarulhos International“ von Sao Paulo. Aufenthaltsdauer 1 Stunde 50 Minuten.
19.25 Uhr Abflug mit modernstem Grossraumflugzeug des Typs Airbus A340-313X der Swiss Flug LX 97 über den Atlantik Non-Stop nach Zürich. Reservierte Sitzplätze in der Business-Class Reihe 9 und 10 Sitz A und B. Flugzeit Sao Paulo – Zürich 11 Stunden 15 Minuten.
Gesamte Flugdauer inkl. Zwischenlandung 16 Stunden 20 Minuten.
24. Tag Montag 28. Februar
Ankunft in Zürich
Nach einem angenehmen und entspannenden Nachtflug in der Business-Class , der Swiss Airline, eine der besten der Welt, erreichen wir kurz vor Mittag Zürich.