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Sonntag, 29. August 2010

- Nach 14 Stunden Flug via Miami sind wir dank der bequemen Business Class einigermassen ausgeruht in Panama City gelandet. Nachdem wir unseren Mietwagen, einen Ford Explorer 4x4 in Empfang genommen haben sind wir ins nahe Flughafenhotel gefahren wo wir die erste Nacht verbrachten. Das Hotel war etwas heruntergekommen, das hat uns jedoch nicht gestört, da wir ja nur 1 Nacht geblieben sind!

- Am Morgen nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg auf der Panamericana Richtung Santiago de Veraguas. Die Panamericana ist wie eine 4-spurige Autostrasse welche der Küste entlang fährt, man sieht jedoch das Meer nicht dafür ist die Landschaft sehr grün. Vorbei an kilometer langen Zuckerrohr und Ananasfeldern erreichen wir kurz nach dem Mittag unser Hotel Vista Lago in Santiago de Veraguas.

- Es scheint dass wir die einzigen Gäste sind! Das Hotel liegt etwas ausserhalb von Santiago an einem schönen See. Am Abend essen wir alleine im grossen Restaurant. Am nächsten Morgen ist doch noch ein Ehepaar zum Frühstück erschienen welche anscheinend sehr spät angereist sind.

- Wir machen uns auf die zweite Etappe nach Boquete ins Hochland, Nahe der Grenze zu Costa Rica. Unterwegs halten wir am bekannten Strand Santa Clara wo wir etwas trinken und einige Fotos schiessen. In David der zweitgrössten Stadt Panamas machen wir einen Halt um in einem Supermercado einige Lebensmittel einzukaufen, da wir ja in Boquete ein kleines Häuschen für die nächsten 13 Tage gemietet haben.

- Kurz nach dem Mittag geht’s weiter auf den Weg nach Boquete. Es führt nur eine Strasse in dieses Bergdorf auf gut 1000 Meter Höhe. Wie bereits am Tag zuvor kommen auf einmal schwarze Wolken und erste Regentropfen. (es ist Regenzeit in Panama) Eigentlich sollten wir noch unsere Ankunft telefonisch beim Vermieter ankündigen, merken jedoch auf einmal dass unser Handy zwar SMS senden und empfangen kann aber nicht telefonieren!

- Was nun??? Kurz nach Dolega werden die Wolken immer dunkler und der Regen stärker nun giesst es in Strömen ein richtiger Tropenregen, der Scheibenwischer läuft auf Hochtouren trotzdem sieht man kaum noch die Strasse. Durch die grosse Wärme von über 30 Grad ist nun alles im Nebel, die Aussentemperatur fällt auch um etwa 6 Grad trotzdem nimmt der Nebel zu! Wir kommen nur im Schneckentempo voran!

- Endlich kurz nach Alto Boquete tut sich der Himmel wieder auf und wir haben strahlenden Sonnenschein! In Boquete gehen wir ins Tourist Office und fragen nach einer Telefonkarte, die nette Senora vermietet uns ein Handy für einen Dollar im Tag welches wir an der gegenüberliegenden Tankstelle aufladen können. Wir haben 10 Dollar aufgeladen etwas zuviel, denn die Ortsgespräche kosten nur einige Cents, sogar SMS in die Schweiz kosten einen Bruchteil von dem was wir sonst bezahlen würden! Nur 10 Cents!!! Nun können wir unseren Vermieter anrufen welcher uns schon wenige Minuten später abholt und zur Lodge fährt.

- Unser Häuschen liegt mitten im Regenwald oberhalb einer Kaffeeplantage. Mit dem Auto kann man ziemlich nahe ran fahren, die letzten 20 Meter geht’s zu Fuss. Es ist jedoch gut zu erreichen. Wir haben ein grosses Wohnzimmer mit Küche, 2 Schlafzimmer, Bad und eine sehr grosse Terrasse. Terry die Vermieterin hat uns alles gezeigt und erklärt. Jeden Morgen gibt’s frische Brötchen, Muffins und jeweils eine andere Kaffeesorte aus der Region sowie Konfiture welche sie in einem Korb vor die Eingangstüre hängt!

- Nachdem wir uns eingerichtet haben hören wir jemand auf dem Dach rumrennen, durch die Oberlichter schauen 2 Kapuzineräffchen neugierig ins Haus. Auf der Terrasse kommen den ganzen Tag über die Kolibris und trinken Nektar aus eigens dafür vorgesehenen Behälter. Trotz dem Regen haben wir noch keine einzige Mücke gesehen! Am Abend kochen wir zum ersten Mal im neuen Heim, es gibt Spaghetti mit Thon und einen guten Rotwein von Concha y Toro aus Chile! Gegen Abend kommt dann noch der Hausherr Hans van der Vooren welcher auf einer Tour war um uns zu begrüssen! Die erste Nacht schlafen wir sehr gut und lange wir haben uns bereitsanklimatisiert.

Mittwoch, 1. September 2010

- Heute Mittwoch morgen verlassen wir das Haus bereits um 8 Uhr nach dem Frühstück um Boquete und die Umgebung mit dem Auto zu erkunden! Wir fahren auf Bergstrassen bis über 1600 m Höhe wo es viele Kaffeeplantagen und dazwischen immer wieder schöne Villen mit grandiosen Aussichten bis aufs Meer gibt! Hier werden auch Zwiebeln angebaut, es hat riesige Felder davon. Daneben wohnen auch die Indios in Wellblechhütten welche auf den Plantagen arbeiten, die Mädchen und Frauen haben farbige lange Kleider. Für die Kinder der Arbeiter sind eigene Schulen sowie gute Sozialleistungen vorhanden. Überall am Strassenrand verkaufen die Indiofrauen selbst genähte Kinderkleider und Ketten für wenig Geld!

- Gegen Mittag Stopp im Cafe Ruiz eine der Kaffeeröstereien in Boquete. Nach Kaffe und Kuchen schauen wir uns das Städtchen an und kaufen im Supermercado etwas zum Nachtessen.Wir kommen kurz vor dem täglichen Regenguss nach Hause wo wir etwas Kleines zu Mittag essen. Es ist jetzt kurz vor 18 Uhr und es regnet noch immer! Es ist eben Regenzeit in Panama und in den Bergregionen regnet es mehr als an der Küste! Wir haben uns den Nachmittag gemütlich in unserer Lodge eingerichtet, zur Not gibt’s auch noch TV und Wireless Internet!

Donnerstag, 2. September 2010

- Haben uns wohl zu früh gefreut, dass es hier keine Mücken gibt, waren heute morgen überall verstochen, sodass wir nun alle Mückenstecker einsteckten, die Mücken scheint das jedoch nicht zu hindern! Unser Vermieter hat uns dann erklärt, dass es sich bei den Mücken um Insekten handelt welche nur in Gebieten mit Kaffeeplantagen anzutreffen sind. Die "Mücken sind sehr sehr klein und beissen, nicht stechen! Man sieht deshalb einen kleinen Blutfleck auf der Haut. Wenn man jedoch mehrere Monate hier lebt wird man immun dagegen! Ausserdem sind sie in der Regenzeit aktiver als sonst.

- Heute machen wir wieder eine Tour mit dem Auto um die Gegend etwas näher anzuschauen.

- Seit wir den Mietwagen übernommen haben gibt es Probleme mit dem vorderen linken Reifen, der dauernd Luft verliert, alle par 100km müssen wir an einer Tankstelle Luft tanken, ein freundlicher Tankwart hat dann das Ventil etwas nachgezogen sodass es länger anhält! Ausserdem macht der Wagen zwischendurch komische Geräusche und wenn die Lenkung voll eingeschlagen ist klappert es vorne links. Heute morgen gabs dann in einer ähnlichen Situation wieder so ein klapperndes Geräusch welches diesmal gefährlich laut klang sodass wir es nicht mehr wagten zu beschleunigen, es klappert so laut dass die Leute am Strassenrand uns nachschauen! Bei einem Supermercado am Strassenrand halten wir dann an und verständigen AVIS in David. Nach einigen Telefonaten hin und her kommt etwa eine Stunde später ein Mechaniker mit einem gleichen Ersatzauto. Der Mechaniker schaut sich den Schaden an, drehte eine Runde und lässt ein Abschleppfahrzeug kommen, da er auch nicht mehr wagt zu fahren, etwas mit der Lenkung war nicht mehr in Ordnung! Er füllt noch schnell eine Quittung für das Ersatzfahrzeug aus und der Fall ist für uns erledigt. Das neue Auto läuft viel ruhiger und scheint in Ordnung zu sein! Ausserdem ist die Klimaanlage viel besser.

- Nach diesem Zwischenfall gehen wir einige Wohnanlagen anschauen welche hier wie die Pilze aus dem Boden schiessen. Ab 110`000 US$ kann man hier schon ein neues Haus mit Umschwung kaufen!!! Nach einem kleinen Einkauf im Supermercado kommen wir so gegen 15 Uhr nach Hause, gerade als der tägliche Regen einsetzt. Wir geniessen unser Häuschen im Regenwald. In 10 Tagen geht’s an die Küste auf die Halbinsel Azuero in eine Appartment-Hotelanlage direkt am Meer, die Regenzeit ist hier nicht so ausgeprägt wie in den Bergen. Trotzdem ist das Klima in den Bergen wo wir jetzt sind angenehmer! Ohne Regen ist es etwas über 30, mit Regen etwa 22 Grad warm! Die Luftfeuchtigkeit ist jedoch geringer als an der Küste wo es sofort schwül wird!

- Morgen Freitag machen wir einen Ausflug nach Volcan, welches auf der anderen Seite vom Vulkan liegt. Dazu müssen wir zuerst wieder an die Küste nach David etwa 40 Minuten und dann auf der anderen Seite des Berges wieder rauf auf über 1000 m ü.Meer, bei guten Strassenverhältnissen könnte man noch bis zum Kraterrand des längst schlafenden Vulkans fahren. Ist jedoch in der Regenzeit nicht zu empfehlen da es viele Erdrutsche in dieser Gegend gibt.

Freitag 3. September 2010

- Heute morgen sind wir wieder um 06.00 Uhr aufgestanden, die Ente aus dem iPod quitschte und ich dachte es seien die Affen. Der heutige Morgen bergrüsst uns mit Sonnenschein!. Nach dem Frühstück machen wir uns auf nach Volcan. Die Strasse ist viel schöner als hier und hat praktisch keine Schlaglöcher.

- Es ist jetzt nachmittag um 16:30 gerade hat ein Äffchen zum Fenster reingeschaut.

- Schon gegen mittag kommt heute der Nebel und leichter Regen in Volcan, wir sind auf 2000m die Temperatur hier oben ist etwa 18 Grad. Die Leute hier arbeiten alle auf den Feldern, es gibt riesige Kabis- Zwiebeln und Kartoffelfelder. Die Gegend ist auch bekannt für Erdbeeren welche jedoch zur Zeit keine Saison haben. In der Dorfbeiz haben wir 2 Espresso und ein Cornet für 1,25 US$ bekommen. Da es jetzt angefangen hat in Strömen zu giessen machen wir uns wieder auf den Heimweg.

- In David fahren wir ins Zentrum und suchen einen Supermarkt, es ist ein furchtbares Gewirr von Einbahnstrassen welche nur auf der Strasse markiert sind, man muss aufpassen nicht in die falsche Richtung abzubiegen. Das Navigationsgerät hat nicht alle Strassen aktualisiert, man kann sich jedoch auf die Richtung verlassen. Im grossen Supermercado kaufen wir für heute Abend 2 Pargo rojo (rote Fische) das sind die teuersten Fische für 4,49 US$ dazu gibt’s Bratkartoffeln und einen Schluck Weisswein. Auch gutes Bier gibt es hier in Panama.

- Gestern Mittag haben wir ebenfalls in einem Supermercado in David zu Mittag gegessen je 1 grosser Teller 3 Hackbällchen in Tomatensauce dazu Kartoffel,- und Pastasalat + 2 Cola 6dl für 7 US$ alles zusammen!!! Das Leben ist hier wirklich sehr günstig und auch das Benzin kostet der Liter ca. 1 US$

Samstag, 4. September 2010

- Heute morgen um 09.00 Uhr haben wir uns mit Volker verabredet um einige Immobilien zu besichtigen. Volker, ein Deutscher welcher in der Toskana bereits mit Immobilien zu tun hatte lebt seit einigen Jahren hier in Boquete und ist mit einer Panamesin verheiratet. Da wir immer noch den Traum haben einmal auszuwandern wollen wir uns ein wenig erkunden welche Möglichkeiten hier bestehen und auf was man achten muss. Volker hat einige Termine für uns vereinbart sodass wir heute zwei Häuser sowie eine Eigentumswohnung in einer gesicherten Anlage besichtigen können. Volker kommt als Dolmetscher mit, da unser englisch und spanisch zwar für den Urlaub reicht jedoch nicht für ein längeres Gespräch. Die Besichtigungen sind sehr interessant und wie gesagt für uns nur informativ da wir ja zur Zeit nicht beabsichtigen hier etwas zu kaufen.

 

- Die Anlage „Los Molinos“ gefällt uns am besten , es ist die teuerste von den besichtigten, dafür aber auch die schönste und von der Sicherheit die Beste. Es gibt Einfamilienhäuser ab 200`000 US$ aufwärts und Condos (Eigentumswohnungen) ab 160`000 US$ die ganze Anlage ist sehr gepflegt und es gibt ein sehr gutes Restaurant sowie Hotel für die Gäste. Gas und Wasser ist in den NK von ca. 160 US$ / Monat bereits inbegriffen. Die Angebote sind sehr verlockend hier, jedoch für uns im Moment noch nicht aktuell.

Sonntag, der 12. September 2010

- Haben das Gebiet um Boquete gründlich angeschaut und viele Ausflüge mit dem Auto gemacht! Leider ist vor einigen Tagen auch der 2.te Wagen ausgestiegen, diesmal war es ein Problem mit der Temperatur des Kühlers und auf einmal konnten wir den Wagen nicht mehr anlassen! Nun haben wir wieder das erste Auto bekommen, den Ford Explorer jedoch mit 2 neuen Vorderreifen und der Zusage dass alles OK ist, der Mechaniker welcher nur spanisch sprach meinte zum Abschied „hasta luego“ wir hoffen nicht!

- Gestern morgen besuchten wir die Naturthermalquellen von Caldera welche etwa 20 km von unserem Haus entfernt sind. Mit dem Auto ist es nicht weit weg, die letzten par Kilometer fahren wir über eine gute Schotterpiste durch den Wald vor einem Fluss ist dann ein Parkplatz. Über eine breite Hängebrücke (wo man auch mit dem Auto hätte drüberfahren können) geht es noch einige hundert Meter bis zu den Naturquellen. Pro Person kostet der Besuch 2 US$. Die Quellen, in welchen das Wasser zwischen 38 – 43 Grad warm ist bestehen aus Naturbecken mit grossen Steinen umgeben und sind stark schwefelhaltig. Wir bleiben nur etwa je 10 Minuten in den beiden Becken, da wir sehr stark schwitzen! Im Sommer ist es sicher angenehmer da die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch ist. Auf der Rückfahrt machen wir einen Halt in „Los Molinos“ wo wir im feudalen Restaurant zu Mittag essen: Antipasti Bruschetta, 2 Gebratene Fischfilet mit Reis oder Pommes dazu je ein frisch gepresster Papaya Saft ein halber Weisswein von „Concha y Toro“, Wasser und 2 Espresso alles für knapp 50 US$ im teuersten Restaurant der Gegend!

- Gestern kam der Regen erst gegen Abend sodass wir unsere Terrasse geniessen konnten! Neben der Terrasse befindet sich eine Ablage welche auf einem hohen Pfosten steht. Da legen wir täglich Orangenscheiben oder Fruchtabfälle hin welche sich die Affen und Vögel holen. Gestern Nachmittag kam ein riesiger Schmetterling und hockte sich über eine Stunde auf die aufgeschnittene Orange, man konnte deutlich sehen dass er den Saft raussog. Später als wir wieder drinnen sind hören wir auf einmal wieder einen lauten Krach auf dem Dach und sehen kurz darauf einen Affen welcher mit aller Wucht gegen das Glasfenster im Dach schlägt um uns zu erschrecken!

- Heute morgen fahren wir nach dem Frühstück nochmals ins Hochland um Boquete und geniessen den letzten Tag. Der Morgen fängt wieder sonnig an und wir dachten bereits dass es heute wieder schön wird.

- Beim Dorfausgang von Boquete bevor man ins Hochland fährt befindet sich der Garten "Mi jardin es tu jardin" Ein privater Garten welcher von den Besitzern zur Besichtigung freigegeben wurde! Zur Orchidenblüte finden spezielle Austellungen statt.

- Gegen Mittag fahren wir Richtung David um im Supermarkt „REY“ etwas feines zum Nachtessen zu kaufen. Heute gibt’s zum Abschied ein zartes Angus Steak aus Texas sündhaft teuer für panamesische Verhältnisse 300 Gramm 5 US$ dazu Babykarotten und eine Flasche „Beringer Cabernet Sauvignon“ aus Kalifornien, einer der teueren Weine hier im Supermarkt 9 US$. Morgen früh geht’s weiter in „unser Loft“ auf der Halbinsel Azuero direkt am Meer.

Montag 13. September 2010

- Wir verlassen unser Cottage bei Hans und Terry van der Vooren in Alto Boquete, das Wetter ist wie jeden morgen schön. Nach einer guten Stunde Fahrt ziehen schwarze Wolken auf und es fängt an zu regnen. Der Regen wird immer stärker je näher wir der Halbinsel Azuero kommen, so dass wir kaum noch fahren können! Das Wetter ist heute ein Wechsel zwischen tropischem Regensturm und strahlendem Sonnenschein. Kurz vor unserem Ziel der Apartment Anlage Azuero Ocean Villas ist wieder strahlender Sonnenschein.

- Am Eingang der luxuriösen Anlage wird uns ein Parkplatz zugewiesen danach werden wir in einem Elektrofahrzeug zu unserer Villa mit seitlichem Meerblick gefahren. Es sind grosse ca. 200m2 Loft Villen auf 2 Ebenen mit allem Komfort ausgestattet. Jetzt in der Regenzeit sind nur wenige Villen besetzt. Die meisten kommen im Sommer her! Man ist hier total abgeschieden, direkt am Meer und es ist ein Paradies wie uns auch Patrick mit seiner Familie, Besitzer mehrerer Villas da mehrmals bestätigt! Trotz alledem möchten wir hier nicht für immer wohnen, die nächste Einkaufsmöglichkeit wo man auch ein Schweinsfilet bekommt ist etwa 2 Stunden entfernt! Das nächste grössere Krankenhaus etwa 90 Minuten! Das einzig Positive: Es gibt einen kleinen Flugplatz in der Nähe wo man mit Lear-Jets hinkommt, kein Wunder bei diesen Villen und Luxusapartments auf dieser einsamen Halb-Insel! Also doch eher etwas für Leute mit dem nötigen Kleingeld!

Mittwoch, 15. September 2010

- Gestern relaxten wir beinahe den ganzen Tag in unserer schönen Anlage und geniessen den Pool mit Meersicht. Bereits am Morgen zwitschern die Vögel auf den Bäumen um die Villen und man wird sanft geweckt! Es ist jetzt morgens um 7:00 ich sitze auf der grossen Terrasse vor dem grossen Schlafzimmer und höre die regelmässige Brandung des Meeres dazu das Vogelgezwitscher. Es ist noch etwas bewölkt und das Meer dementsprechend grau. Soeben hat sich die Klimaanlage eingeschaltet der Lärm mischt sich nun mit den übrigen Morgengeräuschen. Die ersten Gärtner welche die Anlage pflegen kommen um die kühlen Morgenstunden auszunutzen! Auch heute bleiben wir den ganzen Tag in dieser schönen Anlage und geniessen das Meer und den Pool, da Wetter ist sehr wechselhaft: bewölkt, sonnig jedoch kein Regen und immer sehr windig!

Donnerstag 16. September 2010

- Heute morgen machen wir uns auf den Weg nach Panama City wo wir noch 3 Nächte und 2 volle Tage bleiben. Am Freitag lassen wir uns vom Taxifahrer des Hotels Country Inn welches direkt am Panamakanal liegt in die Altstadt fahren, er holt uns eineinhalb Stunden später wieder ab. Die Altstadt ist sehr schön mit neu renovierten historischen Gebäuden, manchmal steht jedoch nur noch die Fassade und dahinter zerfällt alles! Auf den Strassen muss man ziemlich aufpassen, da überall Löcher und tiefe Gräben sind, mit den Stöcken nur schwer begehbar! Von der Altstadt aus hat man eine fantastische Aussicht auf die Skyline der Millionen Metropole! Zum Glück haben wir das Hoteltaxi genommen, zum einen wegen dem Chaos in den Strassen zum andern hätten wir garantiert keinen Parkplatz gefunden! Nach dem Eindunkeln ist es hier in der Altstadt wegen der hohen Kriminalität nicht mehr ratsam auf die Strassen zu gehen! Nachdem wir die berühmte Kathedrale besichtigten und einige Fotos machten wartete bereits unser Chauffeur und wir liessen uns noch in die City ins Multi Centro fahren, eine grosse Shopping Mall. Der Taxifahrer verlangte 20 Dollar für alle Fahrten, angemessen für Panama City.

- Wir sind etwas enttäuscht von dieser Stadt, von weitem sehr schön anzuschauen vor allem in der Nacht. Überall wird gebaut, die Towers schiessen wie Pilze aus dem Boden es gibt jedoch keine schöne Promenade mit Cafes und Restaurants entlang des Meeres dafür eine 8-spurige Autostrasse dazwischen riesige Parkplätze. Die Strassen zu überqueren ist beinahe lebensgefährlich, da es keine oder nur einige wenige Ampeln mit Fussgängerstreifen gibt! Wir sind froh um die Mittagszeit ein Taxi zu unserem Hotel zu nehmen und geniessen die Ruhe am Pool. Von unserem Zimmer aus, welches im vierten Stock, also zuoberst im Hotel liegt kann man stundenlang auf den Kanal schauen wo die grossen Fracht- und Paaagierschiffe vorbeiziehen.

- Am Abend fahren wir zum Amador einer schmalen Landzunge auf welchem sich viele sehr gute Restaurants befinden. Wir fahren ganz ans Ende wo der Yachthafen ist. Hier hat man genug Parkmöglichkeiten. Es gibt auch Malls mit schönen Geschäften hier! Wir gehen in ein kleines aber sehr teuer aussehendes Restaurant mit einer grandiosen Terrasse welche auf die beleuchtete Skyline von Panama schaut. Das Essen ist vorzüglich, den guten Wein gibt es auch Glasweise! Die Preise sind sehr günstig für unsere Verhältnisse, ausser den Touristen sieht man hier auch viele Einheimische. Wir beschliessen morgen Abend nochmals zu kommen zum Abschied nach unserer Panama-Kanal Tour!

Samstag, 18. September 2010

- Heute heisst es früh aufstehen, der Wecker klingelt um 6.00 Uhr, ich bin bereits wach, da es hier abends um 18.00 Uhr schon dunkel ist gehen wir auch etwas früher zu Bett! Wir packen unsere Windjacken und Hüte ein sowie die beiden Fotoapparate und fahren die 15 Minuten zum Amador Flamenco Marina Yachthafen. Das Schiff die „Pacific Queen fasst ungefähr 300 Personen und fährt nur jeden Samstag die Kanal Tour. Es ist alles inklusive den ganzen Tag (nur Soft Getränke). Wir bekommen wie in einer All Inklusive Anlage farbige Bändchen ums Handgelenk, es gibt rote, blaue, gelbe, grüne und orange.

- Wir überlegten was die verschiedenen Farben wohl zu bedeuten haben und erfuhren es kurze Zeit später. Als die einzelnen Farben zum Frühstück aufgerufen wurden. Wegen eines Zwischenfalls mit einem Frachtschiff starteten wir unsere Tour mit beinahe 2 Stunden Verspätung! Die Frachtschiffe haben Vorfahrt, da sie oft verderbliche Ware mitführen und ihren Zeitplan einhalten müssen, so hatten alle genügend Zeit noch im Hafen zu frühstücken. Dann geht es raus aufs offene Meer, vorbei an der Skyline von Panama. Wegen der Verspätung kamen wir erst 2 Stunden später als geplant an die erste Schleuse der 81,6 km langen Wasserstrasse welche den Pazifik mit dem Atlantik verbindet.

- Die erste Durchfahrt erfolgte am 15. August 1914 wie uns der Reiseleiter erklärte. Unsere Durchfahrt koste ca. 48`000.- US$ Die erste Schleuse ist die Miraflores-, danach kommt die Pedro Miguel- und am Schluss die Gatun- Schleuse. Obschon der Wasserspiegel zwischen den beiden Meeren nur etwa 24 cm beträgt, müssen die Schleusenanlagen einen Höhenunterschied von insgesamt 26 m überwinden! Der Grund dafür ist das harte Bodengestein welches den ursprünglich geplanten flachen Verlauf von Küste zu Küste unmöglich machten. Der Kanal wird seit 2007 ausgebaut damit auch in Zukunft grössere Schiffe passieren können, der Erweiterungsbau welcher Milliarden von US$ kostet sollte im Jahre 2014 zum hundertjährigen Jubiläum abgeschlossen sein.

- Diese Passage können wir jedem Panama-Reisenden empfehlen, sie ist wirklich ein einzigartiges Erlebnis! Nachdem wir in der Hafenstadt Colon angekommen sind (welche nichts besonderes bzw. nicht zu empfehlen ist wegen der hohen Kriminalität) wurden wir sogleich mit klimatisierten Luxus Bussen in gut 1 Stunde nach Panama an den Ausgangsort zurückgebracht. Heute Samstag abend wollten wir eigentlich hier am Hafen essen kommen, jedoch noch schnell ins Hotel zum duschen und etwas anderes anziehen. Bereits auf der Rückfahrt mit dem Bus kamen wir in einen Stau, gleich neben dem Parkplatz wo unser Auto steht ist ein grosses Zelt mit Laser wo eine Disco Hunderte von Besuchern anzog. Wir beschliessen im Hotel Restaurant zu essen, da man sich hier bei dieser lauten Musik kaum unterhalten kann.

- Kaum sind wir aus dem Parkplatz ist er schon wieder besetzt. Auf der Strasse zurück kommen Hunderte von Autos welche auch wieder umkehren werden,da alles besetzt ist! Wir gehen heute Abend ins T.G.I. Fridays welches zu unserem Hotel gehört und essen auf der Aussen-Terrasse, dazu einen feinen Rotwein zum Abschied!

Sonntag, 19.September 2010

- Heute heisst es Abschied nehmen von Panama, die drei Wochen kamen uns sehr viel länger vor, wir werden wieder kommen in einigen Jahren dann jedoch im Sommer!

- Das Klima ist hier je nach Region sehr unterschiedlich: Die Trockenzeit dauert von Dezember bis Mai, in den restlichen Monaten wechseln sich Sonnenschein und Regen ab wobei in den Monaten September, Oktober und November die höchsten Niederschläge zu verzeichnen sind. So genau kann man das jedoch nicht sagen, da sich auch hier der Klimawandel bemerkbar macht wie überall auf der Welt!

- Die Gegend um Boquete ist jedoch die angenehmste für Europäer, hier geniessen auch viele USA Bürger ihren Ruhestand!

- Dank dem tropischen Klima blühen und gedeihen hier alle jene Pflanzen, welche wir nur aus botanischen Gärten oder als Schnittblumen kennen!

 

 

 

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