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Die Insel REUNION, früher Insel Bourbone genannt, befindet sich im Indischen Ozean östlich von Madagaskar. 1513 von den Portugiesen entdeckt wurde sie 1638 von Frankreich besetzt. Sie ist seit 1946 französischer Departement. Wie ihre Nachbarin Mauritius ist sie aus vulkanischem Ursprung und besitzt noch mehrere eruptive Krater. Ihr höchster Berg ist der Piton des Neiges (3.069 Meter).
Die Insel La Réunion ist ein Département (Bundesland) Frankreichs mit 70 km Durchmesser und einer unglaublichen Vielfalt an Naturschönheiten, Kulturen und Möglichkeiten einen Urlaub aktiv zu gestalten.
Weiße Palmenstrände, Urwälder im Südwesten, gewaltige Schluchten und Wasserfälle in den Vulkankratern des Inselinneren. Es gibt viele Möglichkeiten, die Insel kennen zulernen.
Von der Hauptstadt St.Denis der Küste entlang zu unserem Hotel " Iloha " in St.Leu. Ohne Mietwagen ist man auf dieser Insel verloren! Die Strassen sind im allgemeinen sehr schön ausgebaut und die Mietwagen neu und günstig, am besten gleich am Flughafen in Empfang nehmen. Die Beschilderungen sind sehr gut so dass wir uns nie verfahren haben.
Auffahrt zum 100km2 grossen Cirque de Cilaos auf 1200m. Der Cirque de Cilaos mit seinem gleichnamigen Hauptort wird über die sogenannte "400-Kurven-Strasse" erreicht. Bekanntheit erreichte Cilaos durch die einzigen Thermalquellen des Indischen Ozeans sowie als Weinanbaugebiet. Neben dem Thermalbad sind Wander-, Kletter-, Rad- und Reittouren von Interesse. Der Cirque de Cilaos ist auch idealer Ausgangs-und Endpunkt für Wanderungen in den verkehrsmässig nicht erschlossenen Cirque de Mafate oder zum Piton des Neiges.
Bilder vom letzten Ausbruch am 24. Juni 2000 Ein par Tage nach unserer Abreise brach der Vulkan erneut aus! Schade dass wir dieses Naturspektakel nicht live miterleben konnten!
Die Kirche von St. Rose blieb wie durch ein Wunder vom Ausbruch 1977 verschont.
Der wilde Süden Besuch im bekannten "Maison de la Vanille" in St.André
In Ihrer Blütezeit leuchtet sie wunderschön in Gelb und Weiss, Halt sucht sie am liebsten an einem "bois de chandelle", einer zierlichen Palmenart. Als einzige Ihrer Art trägt sie Früchte. Die Rede ist von der Bourbon-Vanille... Heimat dieser Orchideenart ist Mexico, nach Réunion war sie 1819 auf dem Umweg über Französisch-Guyana gekommen. Im feuchtheissen Klima der Insel fand die Vanillepflanze zwar ideale Bedingungen vor, aber die natürliche Bestäubung durch Kolibris oder Insekten fehlte. 1841 entdeckte der 12-jährige Sklavenjunge Edmond die künstliche Bestäubung: Mit der Hand drückte er die Staubgefässe der geöffneten Blüte auf die Blütennarbe. Die Erfindung verhalf ihm zur Freiheit und der Insel zu Ihrem Reichtum. Mit 100 Tonnen Exportanteil war die Vanille im 19. Jahrhundert zum Symbol der damaligen Insel Bourbonn geworden. Obwohl die Konkurrenz des synthetisch hergestellten Vanille gross ist und der Weltmarktpreis fällt, werden heute noch dreissig Tonnen der aromatischen Orchideenfrüchte jährlich exportiert!
Auf dem Weg zum Cirque de Salazie mit 12 mal 9km der grösste Talkessel der Insel!
Es lohnt sich langsam zu fahren. Fast an jedem Berg stürzt ein weißer Faden von schwindelnden Höhen herab. Wer Nachmittags in den Cirque fährt befindet sich meist zusätzlich im Nebel und tiefhängenden Wolken. Dies und die Unbändigbare grüne Vegetation schaffen eine eigene Atmosphäre. Durch die Öffnung nach Osten, der Wetterseite von Réunion, gehört der Cirque de Salazie durch die feuchten Passatwinde zu den regenreichsten und grünsten Regionen der Insel.
Der Luftkurort "Hellbourg" mit seinen berühmten kreolischen Häusern, ein verschlafenes Bergnest mit einem kleinen "Ein Mann Hotel" und wenigen hundert Einwohnern. Hellbourg ist auch der Startpunkt einiger Wanderungen. Die erste Straße im Ort, die links ab zum Maison Forestière führt, endet am Aufstieg des Pfades zur Gite de Bélouve, die gut 500 Höhenmeter weiter oben am Rande des Märchenwaldes liegt.
Der "Jardin Eden" ist ebenfalls ein Besuch wert bei einem Spaziergang werden Sie Chamäleons in aufwendigen Farben, schwarze Wasserhühnern mit rotem Schnabel, Karienvögeln und vor allem torpische Schmetterlinge treffen können.
St. Denis
Réunion's Hauptstadt im Norden ist durchaus sehenswert. Die 120.000 Einwohner zählende Stadt besitzt eine schöne Fußgängerzone, eine Meerpromenade und zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten.
Ihren Charme bezieht die Stadt wohl auch aus ihrer Größe. Zum einen ist sie Hauptstadt mit allen wichtigen Ämtern und kulturelles Zentrum der Insel, zum anderen aber auch immer noch Provinzstädtchen mit vielen kleinen Läden, Restaurants.
Die ersten Steinhäuser der Stadt gehen auf die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück, noch lange bevor die Stadt durch den Zuckerrohr- und Duftstoffhandel an Bedeutung gewann. Die kreolischen Villen und der Wohlstand kam mit dem 19. Jahrhundert.
Doch nach den beiden Weltkriegen und Malariaplagen brauchte kaum mehr jemand die Süß- und Duftstoffe vom fernen Süden und St. Denis verarmte zusehends. Erst in den letzten 20 Jahren nimmt die Stadt am wirtschaftlichen Aufschwung wieder teil und präsentiert sich heute fast so stolz wie in ihrer besten Zeit wovon auch der Tourismus profitierte.
Cirque de Mafate
Der fast unzugängliche Cirque diente im 18. Jh. entflohenen Sklaven als Unterschlupf. Er wurde nach einem legendären Sklaven benannt, der Mitte des 18. Jahrhunderts dem ebenfalls legendären Sklavenjäger Mussard unterlegen war.
Heute wohnen im Mafate nur etwa 800 Einwohner, die sich auf etwa 10 durch Fußwege verbundene kleine Siedlungen verteilen. Die meisten hausen am Existenzminimum und leben als Selbstversorger mit etwas Garten und wenig Vieh. Tief unten liegt der geheimnisvolle Talkessel Mafate mit seinen schroffen Berghängen und unzugänglich erscheinenden Dörfern. Vom Aussichtspunkt am Kraterrand schweift der Blick über mehrere 2000er zum mächtigen Piton de Neige der mit 3069m der höchste Berg der Insel ist. Dank Sonnenkollektoren und speziellen Batterien hat man in der Regel nun Strom. Dank Hubschraubern bekommt man einmal die Woche Besuch vom Briefträger, Lehrer und Arzt.
Über die Route Forestière zum Piton Maïdo auf 2190m Höhe!
unser 1. Besuch endet wieder im kalten Nebel; jedoch einen Tag später beglückt uns wieder strahlender Sonnenschein!
Das kleine Provinzstädtchen St.Joseph an der Süd-Ost Küste mit unserem Geheimtip: "Restaurant La Case" sehr gutes Restaurant mit kreolischer- und französischer Küche, welches von einem Elsässer, der vor Jahren auf diese Insel zog geführt wird. Wir waren 2 oder 3 mal da essen und es war immer hervorragend!
St-Pierre
Der Samstagsmarkt auf der Küstenstrasse ist das frühe Aufstehen wert. Ab 7 Uhr verkaufen die Bauern, was Garten Feld und stall zu bieten haben. Ausserdem umfasst das Angebot auch kunsthandwerkliche Produkte wie Körbe und Schmuck.
In St-Paul auf dem Cimitière marin am westlichen Ortsrand sind neben Seeleuten der auf Reunion geborene Dichter "Leconte de Lisle" und der berühmt berüchtigte Pirat "La Buse" begraben.
In Bourg-Mourat besuchen wir das Maison du Volcan und über La Plaines des Cafres erreichen wir die mondartige Landschaft des Plaines des Sables auf 2260m Höhe !
Gott sei Dank, Sonnenschein und optimale Sicht auf die Plaine des Sable dem Eingang zum mächtigen Caldera Enclos Fouqué ein riesiger Krater von 14 km Durchmesser voller erstarrter Lavaströme und aufgeworfener Kraterrände in derer Mitte mit 2510m Höhe der "Piton de la Fournaise" dominiert.
