NORMANDIE - F R A N C E

Auf dem Weg zum Mont Saint Michel 09. - 17. August 2003

 

Texte & Bilder © by globetours.ch

1. Tag: Gegen 18.00 Uhr Abfahrt über die Autobahn gemäss Routenberechnung Garmin Street Pilot III nach Versailles. Die berechnete Route ist 641 km lang, davon 635 km auf der Autobahn. Die berechnete Reisedauer ist knapp 6 Stunden. Autobahngebühren ca. 40 Euro.


2. Tag: Nach dem Frühstück morgens um 09.00 widmen wir uns dem Besuch des weltbekannten Schloss Versailles. Obschon wir relativ früh da waren mussten wir eine Stunde anstehen um ein Eintrittsticket von 20 Euro zu erstehen.


Das Prunkschloss Versailles

Der Sonnenkönig Ludwig XIV liess das Schloss Versailles später zu einem der prächtigsten Paläste Europas ausbauen. Die prunkvoll verspielte Architektur von Versailles war in jener Zeit ein Vorbild und wurde von anderen Herrschern für ihre Schlösser als Vorlage genommen. Die einzelnen Räume von Versailles sind mit viel Gold, Stuck und edlen Stoffen sehr prunkvoll ausgestattet.
Höhepunkt ist sicherlich der Spiegelsaal von Versailles. 1871 wurde in diesem Saal das Deutsche Reich ausgerufen und der deutsche Kaiser gekrönt. Des weiteren wurden hier 1919 mit der Unterzeichnung des Friedensvertrages das Ende des zweiten Weltkrieges besiegelt.
Nicht nur das Schloss selbst, sondern auch seine beeindruckende Gartenanlage von Versailles findet viele Bewunderer. Im Park gibt es ein Kanalsystem, auf dem sich die Könige und ihr Hofstaat einst wie in Venedig mit Gondeln fortbewegen konnten. Man findet hier herrliche Terrassenanlagen, Blumenrabatte, Statuen und Springbrunnen. Durch den Park führen mehrere Alleen und Wege. Überall findet man lauschige Plätze für kleine Pausen, so dass ein Spaziergang sehr zu empfehlen ist.
Nach dem Mittag verlassen wir Versailles mit der Autobahn A13 Richtung Rouen und Caen. Die Route führt uns mit einem kleinen Umweg über Le Havre nach Deauville. Die von Garmin berechnete Route ist 233 km lang, davon 182 km auf der Autobahn. Die Berechnete Reisedauer ist knapp 2,5 Stunden. Autobahngebühren 15 Euro. Der Grund für den Umweg über Le Havre ist die Normandie-Brücke, die grösste Schrägseilbrücke der Welt.

Le Pont de Normandie
Die Pont de Normandie stellt wohl die spektakulärste Brücke in Frankreich dar mit einer Gesamtlänge von 2.141,25 m und einer Hauptspannweite von 856 m.

Die Normandiebrücke stellte in Bezug auf ihre Ausmasse eine grosse Herausforderung an Mensch und Maschine dar. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten, die an der Küste herrschen, musste auch das Material hohe Anforderungen erfüllen. Bislang sind nur bei der Konstruktion und dem Bau von Hängebrücken relativ hohe Erfahrungswerte vorhanden; eine Schrägseilbrücke mit diesen Ausmassen ist noch längst nicht mit Routine behaftet, so dass dieses Bauwerk also auch einen Schritt vorwärts in der Forschung bedeutet. Speziell für die beiden Pylone musste in Frankreich ein hochfester Beton entwickelt werden, da sie das Haupttragelement neben den Seilen darstellen, an dem die einzelnen Fahrbahnteile abgehängt werden. Baubeginn war 1988 und im Januar 1995 wurde die Brücke dann für den Verkehr geöffnet. Nur bei sehr starkem Wind muss sie für Lastwagen gesperrt werden, da diese eine zu grosse Angriffsfläche für den Wind bilden und dann umkippen könnten, was bereits schon von einer mutigen Fahrerin eines Kleintransporters unter Beweis gestellt worden ist.

Nach der Überquerung dieser spektakulären Brücke verlassen wir die grossen Verbindungsstrassen und biegen rechts auf die Küstenstrasse über Honfleur und Trouville-sur-Mer bis nach Deauville. Vom Pont de Normandie bis Deauville sind es noch knapp 25 km. Zimmerbezug im „Libertel Hôtel Du Yacht Club Deauville“ direkt am Yachthafen.

Deauville
Das überaus mondäne Seebad mit 4300 Einwohnern ist eine Hochburg der noblen Highsociety aus aller Welt. Äusserer Ausdruck sind das berühmte Casino, die teuren Luxushotels und die eleganten Edelboutiquen.

Gleich nach der Ankunft machen wir einen Erkundungsausflug in das nahe Trouville zu Fuss 15 Min. und finden da auch ein feines Restaurant zum Nachtessen!

Trouville
Bescheidener als das mondäne Deauville präsentiert sich Trouville mit 5600 Einwohnern auf der anderen Flussseite. Der alte Fischereihafen ist heute ein beliebter Badeort. Ein Spaziergang durch die hübsche Altstadt entlang der Strandpromenade mit ehrwürdigen Villen und rund um den exklusiven Yachthafen macht viel Spass.


3. Tag: Montag 11. August Heute fahren wir der Küste entlang über Cabour nach Bayeux und zum Château de Balleroy. Unser erster Café Stop: das "Grand Hotel "in Cabour


Cabourg
Als Ferienort geplant, entstand Cabourg 1860 auf dem Reissbrett. Und so führen noch heute alle Strassen direkt auf das Casino zu, gesäumt von Häusern mit dem Charme der Belle Époque. Die an dem feinsandigen Strand entlang führende Promenade,
um die Mittagszeit treffen wir in Bayeux ein wo wir in einer Créperie einen feinen Salatteller aux Fromage Chevré essen und eine Flasche Cidré trinken.

Bayeux
Die alte Hauptstadt mit 14700 Einwohnern hat sich ihren ursprünglichen Charakter als historisches Zentrum erhalten können. Nicht zuletzt, weil sie im Gegensatz zu den meisten anderen Städten der Normandie den Zweiten Weltkrieg unzerstört überstanden hat. So blieb die prächtige Kathedrale die grosse Attraktion im Zentrum der Altstadt. Mittelalterliche Gassen, in denen sich ehrwürdige Bürgerhäuser mit Schieferdächern und kupfernen Dachrinnen aneinander reihen, Laden freundlich zum Bummeln ein.

Notre-Dame
Sie ist eine der besonders schönen und alten (11. Jh.) gotischen Kathedralen ganz Frankreichs. Von dem ursprünglichen romanischen Sakralbau sind lediglich die Krypta und der Kern der Türme erhalten. Dem Umbau des gotischen Chors (13. Jh.) folgten das Querschiff, die Seitenschiffkapitelle und der Turm, der als letzte Veränderung eine barocke Haube erhielt (18. Jh.)


Château Balleroy
Im weiten Wald von Cérisy liegt mit dem im Stil Louis´XIII. erbaute Château de Balleroy aus dem 17. Jahrhundert, ein Prachtbau aus der Zeit des aufkommenden Klassizismus. Der elegante französische Ziergarten und der schöne Park sind geschickt in die architektonische Gestaltung der Anlage eingebunden. Allein die reiche Innen- Ausstattung lohnt eine Besichtigung.
Alle zwei Jahre im Juni findet hier das internationale Heissluftballon-Festival statt.

Heimfahrt über wunderschöne Landstrassen, Ankunft am späteren Nachmittag in Deauville wo wir vor dem Nachtessen in Trouville noch einen ausgiebigen Spaziergang zur Strandpromenade machen.

4. Tag Dienstag 12. August: Heute fahren wir auf der "Route du Cidre" durch bezaubernde Dörfchen zur Calvados Distillerie "Coeur de Lion" und besuchen das Städtchen Honfleur.
Keine Reise durch die Normandie ist perfekt ohne den Besuch einer Calvados-Destillerie. Knapp 9 km von Deauville entfernt befindet sich das Gut „Coeur de Lion“, der beste Calvados Hersteller Frankreichs.

Neben den berühmten französischen Weinen gehört zweifellos der "Digestif", also etwa ein Cognac oder ein Calvados nach dem Essen zu einem perfekten Menu, wobei wir nicht verschweigen wollen, dass man ein Glas Calvados auch zwischen zwei Gängen zu sich nehmen darf, ein Brauch, den man in Frankreich als das "trou normand" bezeichnet: Das normannische Loch.

Honfleur
Die mit 8300 Einwohnern wohl schönste Hafenstadt an der normannischen Küste. Der ideal an der Mündung der Seine gelegene Fischerort, war für viele verwegene Seefahrer der Ausgangspunkt ihrer abenteuerlichen Entdeckungsreisen auf den Ozeanen der Welt.

5. Tag Mittwoch 13. August Deauville –Cherbourg 180 km
Heute verlassen wir den mondänen Badeort Deauville auf der Autobahn und Küstenstrassen die uns zu den Schauplätzen der Invasion der Normandie von 1944 führt.
D-DAY

Normandy American Cemetery "Omaha Beach"
Dieser Friedhof, der 70 Hektar umfasst, ist einer von 14 ständigen US-amerikanischen Friedhöfen des 2. Weltkriegs, die auf ausländischem Boden errichtet wurden. Die Regierung Frankreichs gewährte die freie Nutzung als ständige Begräbnisstätte, in Ewigkeit und ohne die Erhebung von Gebühren bzw. eine Besteuerung.
Die Gräberstätte enthält zehn Grabparzellen, fünf auf jeder Seite des Hauptweges. In ihnen sind die sterblichen Überreste von 9.387 Militärangehörigen, unter ihnen einhundertsieben Unbekannte, drei Ehrenmedallien-Trägern und vier Frauen. Ein Davidsstern kennzeichnet die Gräber derjenigen jüdischen Glaubens, ein Passionskreuz alle anderen. Die präzise ausgerichteten Grabsteine vermitteln vor dem makellos gepflegten, smaragdgrünen Rasen ein unvergessliches Gefühl des Friedens und Erhabenheit.

Kurz vor Cherbourg erreichen wir Barfleur.

Über die Küstenstrasse erreicht man nach 2 Kilometern die Pointe de Barfleur, die Nordostspitze der Halbinsel Cotentin, mit dem 75 Meter hohen Leuchtturm von 1834.

Von hier aus sind es nur noch wenige Kilometer bis nach Cherbourg, die Hafenstadt mit 92`000 Einwohner ganz im Norden der Halbinsel Cotentin. Zimmerbezug im Hotel Mercure Cherbourg Plaisance, direkt am Yachthafen. Am Abend sollten wir noch etwas Zeit haben die nördlichste Stadt der Manche näher kennen zu lernen.

Cherbourg
Ihre traditionsreiche Seegeltung erhält sich die klassische Hafenstadt mit 92`000 Einwohner noch heute als Anlegeplatz für die riesigen Ozeandampfer.

Die berühmte Queen Elizabeth II läuft fünf-mal im Jahr mit grossem Pomp ein. Aber auch Yachten gastieren gern, und für die gewaltigen Fährschiffe ist es eine tägliche Pflichtaufgabe.

6. Tag Donnerstag 14. August Cherbourg – Saint Malo 190 km

Heute geht die Fahrt weiter auf dem Weg zum Mont Saint Michel, doch bevor wir die Halbinsel Cotentin in südlicher Richtung verlassen geht es zuerst noch ein kleines Stück nach Norden. Auf der Küstenstrasse erreichen wir nach wenigen Kilometern den „Cap de la Hague“, den nördlichsten Punkt des Europäischen Festlandes.

MANCHE
Entlang der Küste durch grünes Land. Es ist das Land der weiten Wiesen, der herrlichen Strände und der windumtosten Küsten. Dahinter eine mit vielfältigen Büschen und Stauden durchsetzte Heidelandschaft, die im Sommer farbenprächtig blüht. Die teilweise steile, zerklüftete Nordküste ist von spannender Wildheit. Ganz im Gegensatz zu den Ost- und Westküsten, deren Ufer zur Freude vieler Urlauber flache Sandstände gebildet haben.

Jedoch: Die Ebbe zieht das Meer weit hinaus, und so droht auch das Schwemmland in der Baie du Mont Saint Michel allmählich zu versanden, sehr zum Leidwesen der zahllosen Freunde des berühmten Klosterberges. In Südlicher Richtung geht es wieder der Küstenstrasse entlang bis nach Lessay, ein traditionsreiches Städtchen mit knapp 1800 Einwohnern mitten in einer fantastischen Heidelandschaft. Ziel ist nicht nur das Städtchen sondern auch die Benediktinerabtei Abbaye Sainte-Trinité aus dem 11. Jh. Zwischen 1945 und 1958 wurde die Kirche und das Kloster wieder originalgetreu restauriert nachdem es im zweiten Weltkrieg praktisch vollkommen zerstört wurde.
Nach diesem zweiten Halt auf dem Weg zum Mont Saint Michel geht es weiter der Küstenstrasse entlang. Immer mehr öffnen sich grandiose Blicke auf die Baie du Mont Saint Michel (die Bucht von Mont Saint Michel), so z.B. bei Granville den „Pointe du Roc“ oder etwas südlicher bei Carolles ca. 40 Minuten vor St. Malo unserem nächsten Ziel auf der Autostrasse RN 175 und 5 Minuten vom Mont-Saint-Michel entfernt lenkte uns erneut der Zufall und Hunger am frühen Nachmittag in ein wunderschönes Restaurant mit typischer regionaler Küche.

Mont Saint Michel Das Wunder des Abendlandes
7. Tag Freitag 15. August Mont Saint Michel

Das "Wunder des Abendlandes" ist eines der grossartigsten Bauwerke der Welt !

Bei einem Umfang von 800 m misst er einschliesslich der vergoldeten Statue des Erzengel Michael auf der Spitze der Abteikirche 150 Höhenmeter. Ein 1,5 km langer Damm verbindet den Klosterberg mit dem Festland. Die Abtei und der Klosterkompex im 11. und 12. Jahrhundert erbaut und die unterhalb des Klosters gelegene Ville mit Hotels, Restaurants, Mauern und dem hübschen Abteigarten sind im Sommer stark frequentiertes Touristenziel, aber wenn man früh genug kommt schafft man den Rundgang vor dem Trubel. Unbedingt auf einer in allen Läden ausliegenden, Gezeitenkarte nachsehen, wann Ebbe und Flut ist.


Bei Flut nämlich ist der Mont St. Michel nur über den Damm zu erreichen und dies ist ein weiter Weg. Bei Ebbe hingegen können die Autos (zeitlich begrenzt natürlich bevor die nächste Flut kommt) seitlich des Damms parken und der Weg ist kürzer. Wie eine deutlich konturierte Fata Morgana erhebt sich der legendäre Klosterfelsen aus der schier endlos erscheinenden Schwemmsandfläche der Bucht von Mont Saint Michel.


Das grosse Problem beim Bau der Kirche war die Form des Untergrundes: Der Mont Saint Michel ist immerhin ein relativ spitz nach oben laufender Berg, und die Kirche, die heute dort oben steht ist hundert Meter lang. Es galt also, einen Untergrund zu schaffen, der gross und stabil genug ist, eine Kirche und Räume für Mönche und Besucher zu tragen. Hier ist deutlich die Entwicklung von der Romanik bis zur Spätgotik erkennbar. Die Kirche wurde 1022 begonnen und war ursprünglich um drei Jochbögen länger. Das Haupt- und das Querschiff sind in frühromanischem Stil gestaltet. Das Hauptschiff wurde nach der Eroberung durch die Normannen (William - 1066) vollendet und diente als Abteikirche der englischen Könige. Die Kirche ruht auf drei Krypten, diese wiederum auf den Mauern der ebenfalls zur Krypta umgewandelten alten karolingischen Kirche aus dem 10. Jahrhundert. Die ursprüngliche Felsspitze liegt genau unter der Vierung. Das Lang und Querschiff mussten durch drei Krypten untermauert werden. Der spätgotische Chor (1446 - bis 1521 erbaut) hatte einen romanischen Vorläufer, der eingestürzt ist.

Klosterkomplex
Die dreistöckige "Merveille" (Das Wunder) entstand zwischen 1211 und 1228, finanziert von den französischen Königen. Im 2. Stock befindet sich der 1228 gebaute Kreuzgang.


Fast wäre die ganze Herrlichkeit im vergangenen Jahrhundert verschwunden, hätte sich nicht Viollet-le-Duc mit voller Kraft für die Restaurierung eingesetzt.


Rein verwaltungstechnisch gehört der Mont Saint Michel zum Ärmelkanal, also zur Normandie. Ursprünglich war der Berg aber bretonisch. Er wurde erst im Jahr 933 an die nördlichen Nachbarn abgetreten. Die Grenze zwischen den beiden Provinzen bildet das launische Flüsschen Couesnon, das heute kanalisiert am Fuße des Felsen verläuft. Die Bucht reicht 23 km weit ins Land hinein. Man sagt das Meer sei hier so schnell wie ein galoppierendes Pferd. Deshalb sollte man sich immer vom Gezeitenstand vergewissern, bevor man sich zu Fuß in die Bucht hineinwagt. Zwei Stunden vor der Flut muss der Rückweg angetreten werden. Gefährlich sind auch Sandverwehungen und plötzlich auftauchende Nebelbänke.

SAINT MALO
7. Tag
Freitag 15. August

Ein Panoramaweg von 1,5 km führt ab dem Yachthafen um die Altstadt herum. Von hier aus ergibt sich eine einmalige Aussicht auf Saint Malo. Der Unterschied bei Ebbe und Flut beträgt je nach Jahreszeit zwischen 3 und 4 Metern.
Die der Stadt vorgelagerte Insel Grand Be und das Fort National gewähren weitere Einblicke in die Geschichte dieser faszinierenden Stadt. Der Besuch ist jedoch nur bei Ebbe möglich.

8. Tag Samstag 16. August Saint Malo – Fontainebleau 440 km

Heute heisst es früh aufstehen denn wir haben eine längere Route und viel vor. Nach dem Frühstück verlassen wir Saint Malo auf der Küstenstrasse, zum letzten mal begleitet uns die wilde Küste des Atlantiks über Pointe du Grouin, Cancale, die Bucht von Mont Saint Michel bis Pontaubault.
Kurz vor Fontaineblue machen wir noch einen Halt in Chartres welches berühmt ist für seine herrliche Kathedrale und essen auch da zu Mittag.

Chartres
ist auf der ganzen Welt für seine herrliche Kathedrale aus dem 12. und 13. Jh. bekannt, die zweifelsohne das vollständigste und besterhaltene sakrale Bauwerk aus dem christlichen Mittelalter darstellt. Außergewöhnliche Kirchenfenster aus dem 12. Jh. Weltkulturerbe seit 1979.

Von König Ludwig IX. als einfacher Jagdsitz im Herzen der "Ile de France" erbaut, geriet Fontainebleau schon bald in Vergessenheit. Erst als Franz I. seine Liebe zu Fontainebleau entdeckte und es zur Residenz erhob, begann die eigentliche Geschichte des Schlosses, als Stammhaus der französischen Könige. Heinrich IV. liess die Anlage ausbauen und unter Napoleon I. wurde das Bauwerk als erste kaiserliche Residenz umfassend restauriert. Alle drei Epochen haben den Baustil von Fontainebleau stark verändert.

Jeder Herrscher liess seine baulichen Vorlieben verwirklichen. So besassen Franz I., Heinrich IV., und Napoleon Bonaparte jeweils einen eigenen Eingang zum Schloss. Bedingt durch die zahlreichen Umbauten besitzt Fontainebleau heute einen ungewöhnlichen Grundriss.


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Fotoalbum:

 

 

Schloss Versailles

 

 

 

 

 

 

"Grand Hotel" in Cabourg

 

 

 

Route du Cidre

 

 

 

Calvados "Coeur de Lion"

 

 

 

 

Unser Geheimtip:
sehr gutes Speiserestaurant,

guter Service, gepflegtes Ambience,

gute Weinkarte und

sehr freundliches

aufmerksames Personal!

unbedingt reservieren da wenige Plätze!

 

 

D-DAY

 

 

 

 

Queen Elizabeth II

 

 

 

SAINT MALO

 

 

 

 

Mont Saint Michel
Das Wunder des Abendlandes

 

 


Heute droht dem Berg bzw. seiner reizvollen Lage nicht mehr so sehr Gefahr vom Meer, als vielmehr von der zunehmenden Versandung der Bucht.

Fängt erst das Gras an, auf dem Sand zu wachsen, dann verweht dieser nicht mehr und man muss fürchten, dass der Mont Saint Michel in ein paar Jahren mitten auf der Wiese steht, wie schon einmal, vor mehr als tausend Jahren:

NEWS !
Der Klosterberg wird dem Meer zurückgegeben

Paris, 14. Februar 2003
Der Mont Saint Michel soll wieder eine Insel werden. Nach jahrzehntelangen Planungen ist jetzt ein 134 Millionen Euro teures Projekt angelaufen, das den mystischen Klosterberg im normannischen Wattenmeer vor der Verlandung bewahren soll.

Der Strassendamm wird abgerissen, damit die Gezeiten das gotische Kleinod wieder umspülen und den Sand ins Meer schwemmen können. An seine Stelle tritt bis 2008 ein filigran geschwungener Steg. Zudem soll der Fluss Couesnon mit Hilfe eines Staudamms zu einer Art Wasserspülung für die Bucht werden. Verglichen mit den Pharaonischen Plänen der Mitterrand Zeit haben sich die Franzosen jetzt für eine eher bescheidene Lösung entschieden, die dem Mont Saint Michel ein wenig Ruhe und Abgeschiedenheit zurückgeben will.

Bis zu 2.000 Autos rollen derzeit stündlich über den Strassendamm zum Festland, um direkt am Fuss des Klosterbergs zu parken. „Es wird unbequemer, den Berg zu erreichen“, sagt der Architekt Dietmar Feichtinger, der den 1.890 Meter langen Stelzensteg für Fussgänger und für einen auf leisen Gummireifen fahrenden Pendelzug entworfen hat.

Die letzten 300 Meter müssen alle Touristen zu Fuss gehen, die erschwerte Annäherung werde die Aura des Klosterbergs beleben, hofft der in Paris lebende Österreicher Feichtinger. Sein Steg soll sich in die Küstenlandschaft einordnen, kein architektonisches Zeichen setzen, sondern durch seine Zurückgenommenheit und horizontale Linienführung die „Inselhaftigkeit und Vertikalität des Berges“ betonen.

Ein „Steg, der ins offene Meer hinausführt“, schwebte ihm vor:
„Er führt nicht direkt auf den Berg zu, sondern fast an ihm vorbei. Der Besucher hat auf dem Weg Zeit und Gelegenheit, den Mont Saint Michel und die Landschaft zu geniessen“. Der letzte, leicht abfallende Teil wird bei aussergewöhnlich hoher Flut überschwemmt. Für durchschnittlich 70 Stunden pro Jahr ist die mittelalterliche Klosterburg mit ihrer Kirchturmspitze in 160 Meter Höhe auf dem Granitfelsen künftig wieder ganz von Wasser umgeben. Einen Anstieg des Meeresspiegels wegen der Klimaveränderung um 60 Zentimeter in den nächsten 30 Jahren hat Feichtinger einkalkuliert.


MORGEN
3,5 Millionen Touristen besichtigen das UNESCO-Weltkulturerbe in der Normandie jedes Jahr. Sie sollen auch während der vierjährigen Bauarbeiten weiter Zugang haben. Spätestens ab 2008 müssen sie ihren Wagen aber auf dem Festland abstellen und entweder zu Fuss gehen oder den 30 Stundenkilometer langsamen Pendelzug besteigen. Das Projekt wird nicht nur die Meeres-, sondern auch die Touristenströme in der Bucht umlenken und stiess deshalb auf Widerstand. „Aber alle, denen es um die Sache geht, sind dafür“, sagt Feichtinger. „Denn es wird inzwischen sehr deutlich, dass der Berg verlandet. Das Meeresgras hat sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet“.


Im nächsten Jahr beginnen die Bauarbeiten für den Steg und die Rückhaltebecken am Fluss Couesnon. Diese werden bei zurückgehender Flut geöffnet. Das herausschiessende Wasser soll nicht nur eine weitere Verlandung der Bucht verhindern, sondern langfristig die bereits bestehenden Ablagerungen abtragen, um 80 Prozent bis 2013.

Ein Forschungsinstitut baute die Bucht in einem Schwimmbecken nach, um die komplexen Strömungsverhältnisse zu simulieren. „Die Natur muss das natürlich bestätigen“, sagt Feichtinger: „Aber dass die Verlandung gestoppt wird, das ist sicher“.

 

Klosterkomplex

Die dreistöckige "Merveille"

(Das Wunder) entstand

zwischen 1211 und 1228,

finanziert von den

französischen Königen.

 

 

 

NEWS !
Der Klosterberg wird dem Meer zurückgegeben

 

Heute

Morgen

 

 

Chartres, Fontainebleau

 

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